Hausputz
Man war das heute ein blödes Wetter
Den ganzen Tag hat es geregnet. Eigentlich hatte ich mir so überlegt, heut mal Erdbeeren pflücken zu gehen mit den Kids, uns den Bauch vollschlagen, und den Rest natürlich ins Körbchen für Zuhause. Na ja, hat eben nicht sollen sein. Tja, da hab ich mir so überlegt, wenn du eh nicht raus kannst, machst du heut mal den Hausputz. René wollte Mittags in den Kiga, Svenja war noch in der Schule, und mein Mann musste zur Mittagschicht. Also hatte ich meine Ruhe
Als erstens war das Wohnzimmer an der Reihe. Ich nahm das Staubtuch in die Hand, und fegte durch das Zimmer. Und so ging das Zimmer für Zimmer, bis alles sauber und aufgeräumt war. Huch, schon wieder so spät!
Jetzt wird es aber Zeit, den René abzuholen. Ich schnappte mir meine Regenjacke und den Schirm und ging zum Kindergarten. Und weil wir schon fast auf den weg waren, gingen wir noch zur Schule um Svenja abzuholen. Ich hatte ihr noch ‘ne Regenjacke mitgenommen, sie hatte nur eine Strickjacke an.
Kaum waren wir Zuhause angekommen ging es schon los Svenja schmiss wie immer ihre Jacke auf den Boden, zog sich die nasse Hose aus und ließ sie liegen. Ich sagte ihr, sie solle doch bitte die nassen Sachen ins Badezimmer zum Trocknen bringen.
Während die beiden spielten, machte ich das Essen. Als ich in Svenja’s Zimmer ging, um die beiden zum Essen zu holen, sah ich das Chaos schon wieder. Natürlich schimpfe ich
Ich hatte ja gerade bei ihr aufgeräumt, und das ärgerte mich. Aber sie sah es gelassen.
Und dann ging es im Wohnzimmer weiter: Die Chips auf den Boden verteilt, der René holte seine Auto ins Zimmer, und beide tobten auf der Couch rum und schmissen alles runter. Ich sagte den beiden: “Ich hab doch grad alles sauber gemacht! Und kaum seid ihr da, da macht ihr mir alles wieder schmutzig! Das geht nicht.” Es blieb mal wieder alles bei mir hängen, trotz Ermahnung
Dafür hab ich den beiden nichts vorgelesen.
Aber trotz allem hab ich meine Kinder lieb. Auch wenn sie manchmal ziemlich nerven, ich würde sie niemals so dafür schlagen, dass sie ins Krankenhaus müssten. Wie es andere vielleicht tun.



